EINE EINZIGARTIGE ZUSAMMENARBEIT
Ein Besuch der Homepage von Igudesman & Joo lohnt sich - dort gibt es auch Videokostproben des Duos.
Seit dem großen Erfolg der Weltpremiere “A Little Nightmare Music“ 2004 in einem der herausragenden Konzertsäle der Welt, dem Wiener Musikverein, begeistern Igudesman & Joo ihr Publikum auf internationalen Podien weltweit.
Renommierteste Musiker wie Gidon Kremer, Natalia Gutman, Janine Jansen, und Julian Rachlin waren von ihrer erster Begegnung mit dem Duo derart beeindruckt, dass prompt Einladungen zu ihren eigenen Festivals nach Lockenhaus, Kreuth, Utrecht und Dubrovnik folgten.
Die Zusammenarbeit von Aleksey und Richard begann, als sie sich im Alter von 12 Jahren in der renommierten Yehudi Menuhin School in England kennenlernten. Zutiefst von Menuhin inspiriert, wurde es zu ihrem gemeinsamen Ziel, klassische Musik einer breiteren Zuhörerschaft zugänglich zu machen. Heute, viele Jahre später, unbeirrbar den Spuren Victor Borges, Dudley Moores und Glenn Goulds folgend, haben sie eine bahnbrechende Show erschaffen, die sich jeder Kategorisierung entzieht, und sind dabei mit der Paarung aus Humor und Musik ihrem Traumziel ein gutes Stück näher gekommen.
Die Biografien der Künstler sprechen für sich...
ALEKSEY IGUDESMAN
Aleksey Igudesman wurde in St. Petersburg in sehr jungem Alter geboren. Er hat nie irgendwelche Wettbewerbe gewonnen, hauptsächlich weil er nie teilgenommen hat. Während seiner Studien an der renommierten Yehudi Menuhin Schule las er die gesammelten Dramen von Bernard Shaw, Oscar Wilde und Anton Tschechow, was sein Violinspiel nicht verbesserte (übrigens, er ist Geiger), ihm aber törichterweise ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber intellektuell weniger gut ausgestatteten, aber härter übenden Mitschülern gab.
Nach Studien bei Boris Kuschnir am Vienna Konservatorium und nachdem ihm viele Menschen viele Male ihre Besorgnis über seine Zukunft ausgesprochen hatten, startete er eine erfolgreiche Karriere als Geiger, Komponist und Arrangeur für sein Streichtrio Triology. Das Trio nahm mehrere CDs für BMG auf, arbeitete in Hollywood mit Oscar-Gewinner Hans Zimmer und trat mit Bobby McFerrin, Julian Rachlin, Janine Jansen und weniger berühmten, aber genauso großartigen Menschen auf.
Aleksey Igudesman schreibt viel Musik. Oftmals geht er schreibend zu Bett und steht schreibend auf. Manchmal ist er etwas unsicher in Bezug auf seine Musik – obwohl sie bei Universal Edition verlegt wird – und versucht dies durch Extrovertiertheit wettzumachen. In der Tat sagt sein Psychiater, er sei in vielen Belangen unsicher. Aleksey ist sich dessen nicht so sicher.
Noch zu Schulzeiten traf er seinen Igudesman & Joo-Partner Richard Hyung-ki Joo. Nach einigen anfänglichen Differenzen, die andere Leute zwangen, beide daran zu hindern, sich gegenseitig Stühle und Notenständer über den Kopf zu ziehen, bot Joo Igudesman Fish and Chips an, die er einfach nicht ablehnen konnte. Das wiederum führte zu einer langjährigen Zusammenarbeit, die in der Kreation von »A Little Nightmare Music« gipfelte, einer Show mit der sie gemeinsam touren, um Menschen zum Lachen zu bringen.
Nachdem Gidon Kremer die beiden einige Male gehört hatte, wollte er bei dem Spaß dabei sein und fragte sie, ob sie Lust hätten, etwas gemeinsam zu machen. Die Antwort war klar und »Being Gidon Kremer« war geboren.
Seitdem haben Igudesman & Joo das Skript für die Show wieder und wieder umgeschrieben und sind ziemlich froh, sich endlich auf etwas geeinigt zu haben, das alle zu mögen scheinen. (Naja, bis Gidon mit zehn neuen Ideen kommt, wie man alles auf den Kopf stellen könnte.)
Aleksey Igudesman spielt auf einer Violine von Santo Seraphin aus dem Jahr 1717, die ihm freundlicherweise von der Ersten Bank (der nettesten, süßesten, charmantesten und bestaussehenden Bank der Welt) zur Verfügung gestellt wird, da er nicht das nötige Kleingeld hat, sie selbst zu kaufen und die Bank nichts dagegen hat, dass er ein wenig Werbung für sie macht.
RICHARD HYUNG-KI JOO
Richard Hyung-ki Joo wurde geboren. Er ist britisch, sieht aber koreanisch aus, oder anders herum, oder beides. Er zeigte erste Anzeichen eines Sinns für Komik beim Windeln wechseln und kurz danach seine Liebe zur Musik, wenn seine Eltern ihn im Plattenladen fanden, wo er stundenlang alles von Mozart bis zu den Bee Gees hörte. (Obwohl die beiden nicht zu verwechseln sind, hört man Hyung-ki häufig »Don Giovanni« im Stil von Barry Gibb singen).
Er begann im Alter von acht Jahren, Klavier zu spielen und bekam zweieinhalb Jahre später einen Platz an der Yehudi Menuhin Schule. Dort fand er sich zwischen Genies und Wunderkindern wieder und war jedes Jahr von Neuem überzeugt, dass er von der Schule fliegen würde. Tatsächlich wurde er nicht rausgeschmissen, sondern rumgeschubst von seinen Lehrern und Mitschülern wie beispielsweise Aleksey Igudesman. Nach diesen schmerzhaften Erfahrungen entwickelte Joo eine neue Art des Klavierspiels, das »Karate Piano«. So schwierig die Jahre an der Schule auch gewesen sein mögen, stärkten sie doch seine Liebe zur Musik und er erkannte auch, dass die Welt der klassischen Musik wenig mit dem Geist zu tun hat, aus dem heraus die Musik entstand; er begann daher von einem Weg zu träumen, diese großartige Musik einem größeren und neueren Publikum zugänglich zu machen ¬– ein Traum, der sich kürzlich mit seiner Show »A Little Nightmare Music« erfüllte.
Hyung-ki, buchstabiert R-I-C-H-A-R-D, ausgesprochen »Dick«, ist der einzige koreanische Jude (geschrieben J-O-O). Er ist im Weißen Haus aufgetreten, in einem roten Haus, leider nicht mit Bernhard Greenhouse. Reachhard Yankee Jew ist allerdings mit so vielfältigen Koryphäen wie Larry Adler, Gidon Kremer, Yehudi Menuhin, Yoko Ono, Jerry Lee Lewis, George Gerschwin (nach Gershwin’s Tod), Arturo Toscanini (mit einer Music-Minus-One-CD) und Niccolò Paganini (in einem Traum, der sich dann in eine Szene aus »Indiana Jones« verwandelte wie Träume das tun) aufgetreten.
Hyung-ki hat kleine Hände, weshalb für ihn manche Klavierwerke schwer zu spielen sind, wie die Musik von Rachmaninow, der große Hände hatte (HK: »Aber nur die Hände sind klein!«). Jedenfalls, auch mit diesem kleinen Nachteil, liebt er es, Kammermusik mit befreundeten Künstlern aufzuführen, wie z. B. Renaud Capuçon, Thomas Carroll, Michael Collins, Janine Jansen, Mischa Maisky und Julian Rachlin und gibt gerne Solorecitale und auch Konzerte mit Orchester wie dem London Philharmonic, dem Royal Philharmonic, der Warschau Sinfonia und dem »konfessionellen« Orchester. Er hegt auch eine Leidenschaft für die Lehre und hat an Institutionen wie der Yehudi Menuhin Schule und der Guildhall School of Music unterrichtet, obwohl seine Leidenschaft manchmal zu Schreianfällen in unverständlichen Sprachen führt.
Hyung-kis weitere Erfolge beinhalten: inoffizieller Weltrekord als schnellster Zähneputzer, den Film »Mission Impossible« acht mal hintereinander innerhalb von 23 Stunden schauen und der Besitz eines Spektrums von über 500 verschiedenen Lach-Arten, die er hofft, eines Tages für eine berühmtes Label aufzunehmen.
“Stunning to hear in concert – he is a virtuoso" PAUL SIMON
Igudesman & Joo
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